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Volle Förderkraft voraus!

FÜR DIE ENERGETISCHE SANIERUNG: STEUERVORTEILE NUTZEN

Bereits 2020 wurde als Ergebnis des Klimaschutzprogrammes 2030 die Förderlandschaft für energetische Sanierungsmaßnahmen und erneuerbare Energien neu aufgesetzt.

Neben direkten Zuschüssen und Tilgungszuschüssen bei Krediten der KfW, die im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vergeben werden,  ist es möglich, auf steuerliche Vorteile zurückzugreifen. Denn mit der Einführung der Steuerlichen Förderung Energetischer Gebäudesanierungen ist es möglich, die Kosten der Sanierung des selbst genutzten Eigentums bei der Einkommenssteuer umfangreich geltend zu machen. 

WORAUF BEZIEHT SICH DIE STEUERLICHE FÖRDERUNG?

Gefördert durch das Programm werden vielfältige Sanierungsmaßnahmen, die zur Verbesserung des energetischen Gebäudezustands beitragen. Dabei gelten für sie bestimmte technische Mindestanforderungen, um die Qualität der energetischen Sanierung zu sichern. Im Einzelnen werden Wärmedämmung an Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken gefördert, ebenso die Erneuerung von Fenstern oder Außentüren. Auch wer die Anlagentechnik in seinem Wohnhaus verbessern möchte, z. B. durch den Einbau einer Lüftungsanlage, Erneuerung der Heizungsanlage oder den Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung, kann dieses Förderprogramm nutzen.

Darüber hinaus werden ebenfalls die energetische Baubegleitung und Fachplanung steuerlich gefördert.

WIE HOCH FÄLLT DIE STEUERLICHE FÖRDERUNG AUS?

Egal ob das selbstgenutzte Haus oder die selbstgenutzte Eigentumswohnung energetisch saniert wird – in beiden Fällen gibt es satte Fördermöglichkeiten. Wird ein Gebäude mit mehreren selbstgenutzten Eigentumswohnungen saniert, so kann im Sinne des Steuergesetzes jede einzelne Eigentumswohnung für sich gefördert werden. Die einzige Voraussetzung ist, dass bei Beginn der Sanierungsmaßnahmen das Gebäude bzw. die Wohnungen mindestens zehn Jahre alt sind.

20 Prozent der gesamten Aufwendungen für die genannten Maßnahmen (maximal 40.000 Euro pro Wohnung / Haus) sind steuerlich abzugsfähig. Dieser Abzug erfolgt direkt von der individuellen Steuerschuld, ist damit progressionsunabhängig und verteil sich auf 3 Jahre. Dabei werden in den ersten beiden Jahren je 7 % abgezogen und im 3. Jahr die verbleibenden 6 %. Maßgeblich für den Beginn des Abzugs ist die Erklärung in dem Jahr, in dem die Rechnung der Maßnahme bezahlt wurde.

Die Kosten der energetischen Baubegleitung und Fachplanung sind sogar mit 50 Prozent der anfallenden Kosten abzugsfähig. Hier muss ein anerkannter Energieeffizienzexperte hinzugezogen werden.

WIE BEKOMMT MAN DAS FÖRDERGELD?

Ein Antrag vor dem Beginn der Maßnahme muss nicht gestellt werden. Denn die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung wird ganz einfach im Rahmen der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht. Ihr wird eine Bescheinigung des Fachunternehmens oder der Energieberatung über die Durchführung der energetischen Sanierungsmaßnahme beigefügt werden. Für die Bescheinigung muss das verlinkte amtliche Muster verwendet werden.

Bei dem ausführenden Fachbetrieb um einen Meisterbetrieb bzw. einen Betrieb mit einer Inhaberin oder einem Inhaber vergleichbarer Qualifikation aus dem relevanten Tätigkeitsbereich handeln. Stellt eine Energieberatung die Bescheinigung aus, so muss sie entweder durch den ausführenden Fachbetrieb oder die Bauherrin/ den Bauherrn selbst mit der planerischen Begleitung oder Beaufsichtigung der Sanierungsmaßnahme beauftragt worden sein.

GUT ÜBERLEGT KOMBINIEREN

Die steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung darf nicht mit anderen Förderprogrammen des Bundes kombiniert werden. Allerdings können verschiedene Maßnahmen durch unterschiedliche Förderprogramme bezuschusst werden. So kann z.B. die Wärmedämmung steuerlich gefördert und der Einbau einer Wärmepumpe mit Mitteln der Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützt werden.

In vielen Fällen macht eine übergeordnete Energieberatung vor Beginn der Maßnahmen Sinn. Auch hier kommen Mittel des Bundes in Form einer Förderung zum Einsatz. Die „Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ wird mit 80 Prozent der Kosten, jedoch höchstens 1.300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und 1.700 Euro für Gebäude mit mehr als drei Wohneinheiten übernommen.


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