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Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG)

JETZT ZUSCHÜSSE FÜR ECODAN WÄRMEPUMPEN SICHERN

DIE ENTWICKLUNG DER BEG IN 2021

Zum Jahreswechsel 2020 / 2021 wurde das Marktanreizprogramm mit Förderungen für den Einsatz effizienter Heiztechnik durch die neue Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) ersetzt. Damit wird die Anschaffung einer neuen Wärmepumpe auch im Jahr 2021 mit attraktiven staatlichen Zuschüssen gefördert. Die Einführung der BEG umfasst drei Teilprogramme, die im Jahr 2021 Schritt für Schritt eingeführt werden:

Am 01. Januar trat das Teilprogramm für Einzelmaßnahmen im Bestand in Kraft. Die Förderung von systematischen Maßnahmen in Wohn- und Nichtwohngebäuden wird zum 01. Juli 2021 folgen.

Bedingt durch die Schritt-für-Schritt-Einführung der BEG werden die Informationen auf dieser Seite permanent erweitert. Sie spiegeln den jeweils bekannten Stand der Förderung wieder.

FÖRDERUNG VON EINZELMASSNAHMEN IN DER SANIERUNG

Innovative Heizsysteme, die bisher innerhalb des Marktanreizprogramms im Neubau bedacht wurden, werden ab 1. Januar 2021 ausschließlich über das KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ im Rahmen der KfW-Effizienzhäuser gefördert. Ab dem 1. Juli 2021 wird dieses Programm durch die systematische Förderung für effiziente Wohn- und Nichtwohngebäude ersetzt. Einzelmaßnahmen werden im Neubau nicht gefördert.

Bei der Heizungserneuerung in Bestandsgebäuden bleibt die attraktive Förderung von Investitionen in effiziente Wärmepumpensysteme auch 2021 erhalten - auch wenn dies unter novellierten Rahmenbedingungen passiert. Die Förderung von Einzelmaßnahmen gilt auch weiterhin sowohl für Maßnahmen in Wohn- wie auch in Nichtwohngebäuden. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich einerseits nach der Art der Maßnahme , andererseits hängt sie von der Investitionssumme ab. Denn es wird nicht mit schon nicht mit festen Beträgen gefördert, sondern mit einem prozentuellen Zuschuss zur Gesamtinvestition.

ZUSCHÜSSE IN VIER SEGMENTEN UND BEI DER BAUBEGLEITUNG

Die BEG bezuschusst Einzelmaßnahmen, die zur Verbesserung des energetischen Niveaus des Gebäudes führen. Damit sollen die CO2-Emissionen gemindert und die Energieeffizienz sowie der Anteil erneuerbarer Wärme und Kälte im Gebäudesektor erhöht werden. Die Maßnahmen betreffen vier Segmente: die Gebäudehülle, die Anlagentechnik, Anlagen zur Wärmeerzeugung und Maßnahmen, die der Heizungsoptimierung dienen. im Zusammenhang mit der Umsetzung von geförderten Maßnahmen können auch energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen bezuschusst werden.

Der Basisfördersatz in allen vier Segmenten beträgt 20 %. Eine Ausnahme bilden die Anlagen zur Wärmeerzeugung, die mit bis zu 35 Prozent gefördert werden können. Bei Wohngebäuden kann der Fördersatz um 5 Prozentpunkte erhöht werden, wenn die durchzuführende Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan vorgeschlagen wurde. Weitere 10 Prozentpunkte werden beim Austausch einer Ölheizung gewährt.

iSFP – der individuelle Sanierungsfahrplan

Wer den Zuschuss des BAFA um weitere 5 Prozentpunkte erhöhen möchte und langfristig die Sanierungsmaßnahmen angehen kann, der sollte für sein Gebäude einen individuellen Sanierungsfahrplan von einem durch BAFA anerkannten Energieberater erstellen lassen.

Ein individueller Sanierungsfahrplan für Wohngebäude kann im Rahmen eines separaten Förderprogramms (Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude - EBW) erstellt werden. Die Kosten dafür werden mit bis zu 80 % bezuschusst (max. 1.500 € bei 1- und 2-Familienhäusern).

Der iSFP bietet:

  • einen leicht verständlichen und langfristigen Überblick über den energetischen Zustand des Gebäudes und dessen Sanierungsmöglichkeiten
  • eine zielgerichtete Schritt-für-Schritt-Sanierung als langfristige Methode zur Steigerung des Effizienzstandards
  • in Orientierung rund um die Sanierung

Gleichzeitig berücksichtigt der iSFP die finanziellen Möglichkeiten und die Erwartungen des Eigentümers.

Werden für Maßnahmen aus dem sanierungsfahrplan Zuschüsse im Rahmen der BEG beantragt, so erhöht sich der jeweilige Zuschuss um zusätzliche 5,0  Prozent. Allerdings ist hier zu beachten, dass in diesem Fall ab Juli 2021 bei der Antragstellung ein Energieeffizienzexperte eingebunden werden muss. Er prüft und bescheinigt, dass die in der BEG beantragte Maßnahme, den Vorschlägen des iSFP entspricht.

HÖHERE FÖRDERUNG FÜR ZUKUNFTSWEISENDE HEIZTECHNIK

Besonders effiziente Systeme, wie z.B. elektrisch betriebene Wärmepumpen, werden mit einem höheren Fördersatz bezuschusst. Die Basisförderung liegt hier bei 35 Prozent. Mit den iSFP- und Ölkessetausch-Boni kann eine Maximalförderung von 50% erreicht werden. Bezogen auf die maximal förderfähigen Kosten kann der Zuschuss demnach bis zu 30.000 Euro betragen.

Wurde in der Vergangenheit der Ersatz von austauschpflichten Heizungen von der Förderung ausgenommen, so berücksichtigt die BEG nun auch diese Maßnahme. Damit kann auch der Ersatz von über 30 Jahre alten Wärmeerzeugern mit dem vollen Fördersatz bezuschusst werden.

 

FÖRDERFÄHIGE WÄRMEPUMPEN IN DER BAFA-LISTE

Zuständig für die Abwickelung der Zuschüsse im Rahmen der BEG ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Wärmepumpen, die den vom Gesetzgeber definierten Technischen Mindestanforderungen entsprechen, werden hier in der „Liste Wärmepumpen mit Prüf- / Effizienznachweis“ geführt. Neben Luft/Wasser- und Sole/Wasser-Systemen gehören seit dem 1. Januar 2021 auch effiziente  Luft/Luft-Wärmepumpen dazu.

Für effiziente Anlagentechnik hingegen gibt es keine Gerätelisten. Die Umsetzung dieser Maßnahmen muss allerdings von einem Energie-Effizienz-Experten begleitet werden, der bereits im Vorfeld des Förderantrags eine Technische Projektbeschreibung erstellen muss. Egal ob mit oder ohne einen Energieeffizienzexperten: für alle Maßnahmen gilt: sie müssen von Fachunternehmen ausgeführt und der Förderantrag muss vor der Beauftragung der Arbeiten beim BAFA online eingereicht werden.

SYTSTEMATISCHE MASSNAHMEN FÜR WOHN- UND NICHTWOHNGEBÄUDE

Im Gegensatz zu der Förderung von Einzelmaßnahmen werden die systematischen Maßnahmen sowohl in der Sanierung wie auch im Neubau gefördert. Dabei werden alle Vorhaben, die im Ergebnis zu einem energetischen Zustand des Gebäudes auf einer Effizienz-Stufe führen, als Gesamtmaßnahme betrachtet werden. 

Im Neubau werden grundsätzlich die Effizienzstufen 50 und 40 gefördert. Beim Gebäudebestand erstreckt sich die Skala über die Stufen Denkmal, 100, 70, 55 und 40. Bei Wohngebäuden kommt die Effizienzhaus-Stufe 85 hinzu. Je besser die erreichte Stufe, umso höher fällt der Zuschuss aus und reicht bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten.

Zusätzliche Boni versprechen die Stufen-Ergänzungen EE und NH. EE steht für den Einsatz von Erneuerbaren Energien, bei dem sie einen Anteil von min. 55 % des für die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs erbringen müssen. Mit NH werden Gebäude gekennzeichnet, für die ein Nachhaltigkeitszertifikat im Sinne der BEG ausgestellt wird.

ZUSCHUSS- UND KREDITVARIANTE FÜR ALLE MASSNAHMEN

Ab dem 1. Juli 2021 gibt es die Förderung allen Maßnahmen in zwei Varianten. Wer sich für die Zuschussvariante entscheidet, erhält nach positivem Bescheid, unter Einhaltung der Förderrichtlinien und nach Einreichung aller Nachweise nach Abschluss aller Maßnahmen den Zuschuss in errechneter Höhe überwiesen.

Wer die Maßnahmen über einen Kredit der kfW finanzieren möchte, dem winkt ebenfalls nach Erledigung aller Formalitäten ein Tilgungszuschuss. Seine Höhe bemisst sich einerseits an dem zugesagten, maßnahmenbezogenen Prozentsatz und andererseits an der Höhe des Kredits.

Damit die Zuschüsse nicht ganz oder anteilig in der Zukunft zurückgezahlt werden müssen, ist es wichtig, dass die geförderten Maßnahmen zweckentsprechend mindestens 10 Jahre lang genutzt werden.

Wärmepumpen Förderratgeber BEG