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ERNEUERBARE ENERGIEN IN DER WÄRMEERZEUGUNG

VOM FEUER ZUM STROM

TIPPS, WIE SICH SHK-BETRIEBE BESTMÖGLICH POSITIONIEREN KÖNNEN

WIE SICH SHK-BETRIEBE BESTMÖGLICH POSITIONIEREN KÖNNEN

VOR 500.000 JAHREN

Für uns komfortverwöhnte Menschen kaum vorstellbar: Es gab tatsächlich eine Zeit, da bedeutete der Sonnenuntergang auch absolute Finsternis. Vor gut 500.000 Jahren waren Kälte und Dunkelheit immer wiederkehrende Begleiter unserer Vorfahren. Dies änderte sich, als die Menschen lernten, das Feuer zu beherrschen. Feuer – eine Errungenschaft, die vieles vereinfachte und alles änderte. „Die drei großen Kulturleistungen des Feuers für die frühe Menschheit sind das Kochen, das Heizen und das Leuchten“, bringt es der deutsche Publizist und Historiker Wolfgang Schivelbusch auf den Punkt.

VOR 40.000 JAHREN

Zugleich hat das Feuer auch im Miteinander Veränderung geschaffen. Denn indem es zu einem zentralen Punkt des menschlichen Lebens wurde, brachte es die Menschen näher zusammen. So gab es am Lagerfeuer auch nach Sonnenuntergang noch Gelegenheit für Kommunikation und den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Erlebtem. Lange Zeit war das brennende Holz die einzige Methode, die Dunkelheit zu brechen. Die ersten Öllampen – hergestellt aus tierischen Fetten und Naturmaterialien – entwickelten die Menschen vor etwa 40.000 Jahren. 

VOR 4.000 JAHREN

Tierisches Fett wurde ebenfalls bei der Herstellung von Kerzen als Basis verwendet, die vor rund 4.000 bis 5.000 Jahren begann.

 

1830

Die ersten Paraffinkerzen wurden um 1830 hergestellt.

19. JAHRHUNDERT

Doch wirklich bahnbrechende Erfindungen, die eine deutliche Vereinfachung des Kochens, Heizens und Beleuchtens bedeuteten, brachte erst das 19. Jahrhundert mit sich. Dabei spielte zu Beginn des Jahrhunderts Gas zunehmend eine Führungsrolle als Energielieferant. Nach und nach brachten Gaslaternen Licht in die Straßen der europäischen Metropolen. Im Nachhinein betrachtet hatte Gas jedoch nur ein kurzes Gastspiel in der Geschichte der Beleuchtung, da mit der Erfindung des Prinzips der Glühlampe langlebigere und effizientere Leuchtsysteme auf den Markt kamen. Dank weiterer Forschungen und der Suche nach noch besseren Lösungen können wir heute – sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich – fast überall auf extrem effiziente LED-Beleuchtung setzen.

MITTE 20. JAHRHUNDERT

Dabei stellte das 19. Jahrhundert nicht nur für das Licht, sondern auch für das Kochen das Jahrhundert der Veränderungen dar. Denn langsam wechselte der Fokus von der offenen Holzflamme über mit Erdgas befeuerte Öfen hin zu elektrischen Lösungen, die sich ab Mitte des 20. Jahrhunderts schlagartig zum Standard entwickelten. Heute bestimmen Induktionskochfelder vielerorts das Bild der modernen Küchen. 

VERÄNDERUNGEN

In Sachen Heizen scheint sich die Zivilisation am wenigsten von der frühen Menschheit entfernt zu haben. Denn anders als beim Licht oder Kochen spielt hier heute noch nach wie vor das Feuer eine zentrale Rolle. Zwar wurde das offene Lagerfeuer durch Heizöl-, Flüssig- oder Erdgaskessel ersetzt, doch immer noch verbrennt der Mensch über Jahrtausende entstandene Energieträger mit Temperaturen von über 1.000 °C, um seine Räume in kalten Jahreszeiten auf 20–25 °C zu erwärmen. 

1990

Dass diese Lösung nicht ideal ist, zeigt sich mehr und mehr: Die Verbrennung fossiler Energieträger wird in Kombination mit der Industrialisierung und dem Ausbau des Verkehrs zu einem Bumerang. Damit unser Planet auch noch in den kommenden Jahrtausenden bewohnbar bleibt, zwingt die steigende Umweltbelastung die Menschheit zum Umdenken. Ein Prozess, der in langsamen Schritten auch in puncto Heizen eine Revolution in Gang gesetzt hat. Das wichtigste Stichwort in diesem Zusammenhang lautet: strombasiert. Heizungslösungen, die als Antriebskraft Strom verwenden, verändern den Wärmesektor und tragen nicht zuletzt auch dazu bei, die Zerstörung unserer Umwelt aufzuhalten. Möglich und sinnvoll macht diese Entwicklung ein Perspektivenwechsel in der Stromerzeugung. Was 1990 im Zeichen des Umwelt- und Klimaschutzes begann, hat sich fortlaufend und konsequent weiterentwickelt: Die Stromversorgung wird in Deutschland von Jahr zu Jahr immer grüner, da sie zunehmend mit Hilfe von Wasser, Sonne, Biomasse und Wind erzeugt wird.

2017

Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Nettostromerzeugung lag in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 bei knapp 38 %.

 

2050

Nach dem Willen der Bundesregierung soll dieser Anteil bis 2050 auf 80 % steigen (Quelle: Energiekonzept 2010). Ein Ziel, das sich nicht nur positiv auf unsere Umwelt auswirkt, sondern auch auf die Entwicklung von technischen Produkten. So setzen immer mehr Heiztechnikhersteller auf strombasierte Lösungen. Und das ist gut so. Denn steigt der Anteil erneuerbarer Energien, steigt automatisch auch die Klimafreundlichkeit aller Wärmeerzeuger, die mit Strom angetrieben werden.

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